Sohn Gottes. 2025, 4 Minuten (KFW): Kurzfilm von Jakob Vyzina , empfohlen ab 14 Jahre, Sek I+II, ab 9. Klasse sowie außerschulische Bildungsarbeit und Gemeindearbeit
Der Film steht als Download auf dem Medienportal zur Verfügung.
Der Kurzfilm „Sohn Gottes“ beginnt mit Eddi. Eddi reinigt die Kirche. Mit Rock n’ Roll auf den Ohren tanzt er den Besenstiel schwingend durch die Kirche. Als er vor dem Altar ankommt und für seine Pause einen Joint dreht, steckt er diesen spontan der dort platzierten Jesus-Figur zwischen die Finger und postet das Bild. Die Folgen sind unerwartet: Sein Twitter-Account wird gesperrt.
Eddi reagiert empört, woraufhin auch der Insta-Account nicht mehr zugänglich ist. Über WhatsApp erhält Eddi eine Nachricht – von Gott. Dieser erinnert Eddi, dass er allgegenwärtig ist und somit sein Verhalten mitbekommt. Der Post mit dem Joint ging ihm zu weit. Zur Freischaltung der gesperrten Accounts verlangt Gott von Eddi 400€. Auf Eddis Anfrage hin, wie das denn gehen solle, verweist Gott auf einen gängigen Zahlungsdienstleister.
Um Eddis Zweifel eines Hackerangriffs zu zerstreuen, liefert Gott mit Glockengeläut, „himmlischen“ Gesängen und dem spontanen Entzünden der Kerzen den Beweis seiner Gegenwart. Nachdem der Zwist mit Gott durch die Überweisung beigelegt ist, meldet sich Jesus, dem der Post gefallen hat und der sich entschuldigt, dass der Vater so viel Stress gemacht hat.
Der Kurzfilm kommt mit Humor und Leichtigkeit daher und bietet doch unzählige Möglichkeiten, Kernthemen aufzugreifen: Gottesbild, die Rolle Jesu, Trinität (Ist die Präsenz des Heiligen Geistes eher in der Twitter-Taube oder dem toten Vogel zu sehen, der beim Abstauben entdeckt wird). Zu Beginn werden Ablass und Buße thematisiert. Und wie sieht unsere Vorstellung von Transzendenz-Erfahrung und Gottesbeweis aus – im Vergleich zu den „Ereignissen“, mit denen Eddi konfrontiert ist. Vielleicht muss aber auch die Verletzung religiöser Gefühle angesprochen werden. Geht hier der Humor vielleicht schon zu weit? In den kurzweiligen 4 Minuten steckt also eine Fülle von Impulsen für eingehende Diskussionen. Für die Arbeit mit dem Film steht eine Arbeitshilfe und weiteres Arbeitsmaterial (auch interaktiv) zur Verfügung.
Margit Retterath-Offner