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"Die Taufe" - Traditionen und konfessionelle Unterschiede

Datum:
Di. 13. Okt. 2026
Von:
Margit Retterath-Offner

Sehenswert

Die Taufe - Traditionen und konfessionelle Unterschiede entdecken, 2025, 25 Minuten (Lerngut): Dokumentarfilm, empfohlen ab 10 Jahre, für die Klassen 5-7, Sek I, sowie außerschulische Bildungs- und Gemeindearbeit

Der Film steht als Download im Medienportal zur Verfügung

 

Der Film „Die Taufe“ startet mit Fragen in kurzweiligen 25 Minuten: Warum spielt Wasser eine große Rolle? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es zwischen der katholischen und evangelischen Kirche? Und was macht eigentlich ein Taufpate?

So wird deutlich – der Film möchte Basisinformationen liefern, um zu klären, was soll Taufen eigentlich. Gleichzeitig kündigt sich an, dass man auch tiefer in die Thematik einsteigen will. Gleich zu Beginn wird die Zusage gegeben, dass man nach dem Film Bescheid weiß. In den einzelnen kurzen Kapiteln werden die klassischen Themen aufgegriffen. Wo ist der Ursprung der Taufe, welche Bedeutung hat sie, worin unterscheidet sich der Blick auf die Taufe in der katholischen und der evangelischen Kirche. Es wird darauf eingegangen, wie eine Tauffeier abläuft und welche Rolle in diesem Rahmen den Taufpaten zukommt. Insofern unterscheidet sich dieser Lehr- und Dokumentarfilm inhaltlich nicht groß von anderen Lehrfilmen zu diesem Sakrament, die schon den Bestand der Medienstelle ausmachen.

Film in neuer Aufmachung
Dieser Film zur Taufe kommt aber in einer neuen Aufmachung daher. Die Filmemacher nutzen hier durchgängig die Technik der Cutout-Animation, die auch Flachfigurenfilm oder Lege-Trick-Film-Collage genannt wird. Dabei werden Figuren, Requisiten und Szenen aus Materialien wie Papier, z.B. Zeitung, Stoff oder Fotos ausgeschnitten. In einem zweiten Schritt werden, ähnlich wie bei der Stop-Motion-Technik, Figuren und Gegenstände minimal bewegt oder verschoben und jeweils abgelichtet, wodurch der Eindruck von Bewegung entsteht. Während eine weibliche Stimme aus dem Off inhaltliche Erklärungen zu den einzelnen Aspekten der Taufe gibt, bringt die Cutout-Animation in zügiger Sequenzfolge diese Erklärungen ins Bild. Die jugendlichen Sprache erleichtert der Zielgruppe den Zugang zu den einzelnen Themengebieten. Unterbrochen werden die Erklärungen durch Statements von „Zeugen“: Vertreter einer katholischen, einer evangelischen sowie einer freikirchlichen Gemeinde erzählen von ihren Erfahrungen und ihrer Beziehung zu dem Sakrament Taufe.

Persönliche Stellungnahmen
Komplettiert werden diese Beiträge durch persönliche Stellungnahmen eines Erwachsenen, der sich zur Taufe entschieden hat, einem Jugendlichen, der sich gerade in der Vorbereitung auf die Taufe befindet und einem Taufpaten, der von seiner Rolle erzählt, die er als Pate einnehmen will. Eingestreute Fragen fordern die Zuschauenden auf, Stellung zu beziehen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Durch die angewandte Filmtechnik, die jugendliche Sprache und eine schnelle Schnitttechnik kommt ein wichtiges Standardthema in einem neuen Gewand daher.

Die Arbeitsblätter, die zur Verfügung stehen, erleichtern dabei nochmal mehr das Arbeiten mit diesem Film.

Margit Retterath-Offner