Jörg Hartmann: Der Lärm des Lebens. Hamburg: Rowohlt-Taschenbuchverlag 2025, 304 S., 14,00 €; ISBN 978-3499014765.
Das Buch ist im Belletristikregal der Religionspädagogischen Medienstelle einsehbar und dort auch ausleihbar.
Jörg Hartmann erzählt auf hinreißende und humorvolle Weise seine Geschichte, die seiner Eltern und seiner gehörlosen Großeltern. Es ist eine Liebeserklärung an den Ruhrpott und nicht zuletzt an die Kraft der Familie. Ob es um die Situation seiner gehörlosen Großeltern im Nationalsozialismus geht, die Lebensklugheit seiner Mutter, die für kurze Zeit eine Pommesbude betrieb, die Demenzerkrankung seines Vaters, der Dreher und leidenschaftlicher Handballer war, die vielen skurrilen Erlebnisse in der Großfamilie oder um Schlüsselbegegnungen als Schauspieler, stets geht es Hartmann darum, den Kreislauf des Lebens zu fassen.
Und immer hält Hartmann die Balance zwischen Tragik und Komik. Wer dem Werk als Hörbuch lauschen möchte, entdeckt einen Erzähler, der sein Gegenüber wortgewandt mit seinem kraft- und humorvollen Erzählton persönlich berührt. „Da hat einer ein Buch geschrieben, der mit dem Herzen durchs Leben geht.“ (Christine Westermann, Stern) Seine Frage: Warum kehren wir immer wieder zu unseren Wurzeln zurück? Ein lebensweises Buch über Herkunft, Heimat, den Wunsch, in die Welt zu ziehen und wieder zurückzukehren. Das Buch hat mich umarmt und ich kam nicht mehr los!
Jean-Pierre Sterck-Degueldre