R. Oberthür - Wunder (c) Foto: Rainer Oberthür

Theologie im Gespräch - Die Podiumsdiskussion findet pandemiebedingt nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!

R. Oberthür - Wunder
Datum:
Do. 6. Mai 2021
Art bzw. Nummer:
KI-2020/21 Nr. 27
Von:
Klaus Nelißen, Rundfunkbeauftragter der NRW-Diözesen beim WDR
Ort:

Katechetisches Institut

Eupener Str. 132
52066 Aachen

Podiumsdiskussion zu dem Thema „Heil und Heilung“

WICHTIGER HINWEIS: Die Podiumsdiskussion zum Thema „Heil und Heilung“ (6. Mai) wird aufgrund der pandemiebedingten Hygienevorschriften leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden: Sie wird gefilmt und Ihnen zeitnah mit entsprechenden didaktischen Arbeitshilfen für den schulischen Unterricht als Videodokument zum Download zugänglich gemacht. Falls Sie Interesse haben, das entsprechende Material zu erhalten, senden Sie uns gerne eine Mail (fortbildung.ki@bistum-aachen.de).

In den Evangelien werden Jesus vielerlei Wunder zugeschrieben, er soll u.a. Menschen geheilt, sogar Dämonen ausgetrieben haben. Solche Erzählungen wollen nicht zu unserem naturwissenschaftlichen Weltbild passen. „Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben.“ schrieb der Theologe Rudolf Bultmann schon 1941. Zugleich nimmt im 21. Jahrhundert wieder die Bereitschaft zu, an dunkle Mächte und Wesen zu glauben, die unsere Wirklichkeit fremd steuern könnten. 
Was sagt die Bibelwissenschaft nach aktuellem Forschungsstand hierzu? Wie werden heute die Heilungswunder aus dem Neuen Testament eingeschätzt? Und wie mit solchen Erzählungen in Gemeinde und Schule umgehen? Wie etwa Kindern, wie Jugendlichen und Erwachsenen die Wunder Jesu zugänglich machen? Oder sollte man auf solche schwierigen Texte nicht lieber gänzlich verzichten? 
Erfahrungen innerer Zerrissenheit oder die Überzeugung, Bösem ausgeliefert zu sein, begegnen vielerorts, so z.B. in der Notfallseelsorge oder in der Psychiatrie und der Psychotherapie. Was sagt die Medizin zu solchen Fällen? Welche Diagnosen stellt sie? Wie wird Heil und Heilung hier erfahren? Wie und wo begegnen Erfahrungen von Heil und Heilung in der Notfallseelsorge, wenn im Leben alles drunter und drüber geht, wie z.B. bei schrecklichen Ereignissen oder Katastrophen?

Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven soll auf das Thema „Heil und Heilung“ wissenschaftlich fundiert geschaut werden. Die Podiumsdiskussion bringt in entspannter Atmosphäre hochkarätige Experten/-innen aus unterschiedlichen Disziplinen ins Gespräch und richtet sich an Religionslehrkräfte aller Schulformen, an Studierende, Referendarinnen und Referendare, Verantwortliche in Schule und Gemeinde sowie an alle Interessierte, die Lust haben, einen Blick über den Tellerrand der eigenen Vorstellungswelt zu wagen.

Leitung

Dr. Jean-Pierre Sterck-Degueldre, KI

Moderation

Klaus Nelißen, Rundfunkbeauftragter der NRW-Diözesen beim WDR

Gesprächsgäste

Prof. em. Dr. Martin Ebner / Prof. Dr. Guido Meyer / Tobias Plien / Dr. med. Ruth Romberg

Termin

Donnerstag, 06.05.2021, 20.00 - 21.30 Uhr

Ort

Katechetisches Institut

Zielgruppe

alle Interessierten