Hörsaalgebäude C.A.R.L
Claßenstraße 11
52072 Aachen
Die Päpste Pius XI. und Pius XII. veröffentlichten eine Fülle lehramtlicher Dokumente: Von Enzykliken zu Ehe und Sexualität bis hin zum Dogma der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel 1950. Doch wie entstand diese Lehre konkret? Griff der Papst tatsächlich selbst zur Feder oder wirkten im Hintergrund seine theologischen Berater? Neue Aktenfunde in den vatikanischen Archiven erlauben erstmals einen Blick auf den Schreibtisch eines der einflussreichsten, heute jedoch kaum bekannten Ghostwriter päpstlicher Lehre: den aus Aachen stammenden Jesuiten Franz Hürth. Seine geheimen Entwürfe prägten die katholische Sexualmoral über Jahrzehnte hinweg – bis hinein in die bis heute kontrovers diskutierte Pillenenzyklika „Humanae vitae“ (1968). Der Kirchenhistoriker Matthias Daufratshofer nimmt Sie mit in die Schreibwerkstatt päpstlicher Dokumente und zeigt, wie katholische Lehre im 20. Jahrhundert entstand – und welche tiefgreifenden Folgen sie für das Leben vieler Gläubigen hatte.
Matthias Daufratshofer ist Inhaber des Lehrstuhls für Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung der Bistumsgeschichte an der Katholischen Fakultät der Universität Paderborn.
Wir bieten die Veranstaltung in Kooperation mit dem Historischen Institut der RWTH Aachen und dem Domshop Aachen an, der für den Abend einen Büchertisch zusammenstellen wird.
Jun.-Prof. Dr. Matthias Daufratshofer (Universität Paderborn)
Dr. Moritz Fischer (Historisches Institut, RWTH Aachen University) / Dr. Alexander Schüller
Dienstag, 19.01.2027, 19.00 - 20.30 Uhr
Hörsaalgebäude C.A.R.L, Claßenstraße 11, 52072 Aachen
Eintritt: 5 €, Schüler*innen, Auszubildende und Studierende nach Voranmeldung bei alexander.schueller@bistum-aachen.de frei.
Die Eintrittskarten erhalten Sie im DomShop, Johannes-Paul-II-Str. 13, 52062 Aachen oder über Susanne Senden, Telefon 0241/60004-12.
Lehrer*innen aller Schulformen / alle Interessierten