Rund um Halloween wurde es in einigen Katholischen Öffentlichen Büchereien ganz schön gruselig

Denkwürdig

(c) KI Aachen
Datum:
Do. 4. Dez. 2025
Von:
Alexander Schüller

Das KI hatte in diesem Jahr die große Freude, in der letzten Oktober- und ersten Novemberwoche, also rund um Halloween, zum ersten Mal Grusellesungen zu veranstalten. Gleich vier Katholische Öffentliche Büchereien – in Herzogenrath-Merkstein, Roetgen sowie den Aachener Stadtteilen Vaalserquartier und Walheim - wurden zu Orten des Schreckens.

Die Ehrenamtler*innen in den Büchereien, einige von ihnen liebevoll z.B. als Hexen verkleidet, hatten sich im Vorfeld jede Menge Mühe mit der Dekoration des Veranstaltungsortes gegeben. Überall gab es Gruseliges zu entdecken: Kürbisse mit böse lachenden Fratzen, künstliche Spinnen oder ein unheimlich aufgemachtes Halloween-Büffet. Kurzum: Alles war auf Stimmungsvollste vorbereitet für den Auftritt von Bianka Elberfeld, die ihrem Publikum weit mehr als eine Lesung bot. Szenisch und skurril sollte es zugehen, und das war keineswegs zu viel versprochen.
Fünf Texte hatte Bianka Elberfeld ausgewählt, die sie auf grandiose Weise und mit vollem Körpereinsatz lebendig werden ließ. Ein besonderes Highlight war ihre Interpretation der Ronald Dahl-Geschichte „Die Lammkeule“, bei der sie an jedem Abend einen Mann aus dem Publikum auswählte – und ihn als ihren Ehemann – natürlich nur gespielt – erschlug.

Das Publikum wurde mit einbezogen
Auch sonst bezog sie gerne das Publikum mit ein, rückte den Zuschauer*innen geradezu auf den Leib und dehnte so die Bühne auf den gesamten Raum hin aus. Das war kurzweilig, faszinierend, stellenweise sogar witzig und doch immer auch gruselig. Der Grusel der Szenen ergab sich aber nicht etwa aus grellen Schockeffekten oder dem plötzlichen Auftritt besonders furchterregender Monster. Nein, der Grusel, den Bianka Elberfeld heraufbeschwor, war perfider, subversiver. Gruselig war, dass der Nervenkitzel weder phantastisch noch unglaubwürdig war. Alles hätte durchaus genauso geschehen können. Am gruseligsten ist eben immer noch das Leben selbst.

Wir danken den Verantwortlichen in den vier genannten Katholischen Öffentlichen Büchereien für die sehr gute Kooperation und die Organisation vor Ort und sagen bereits jetzt gerne: Auf ein Neues im Jahr 2026. Vielleicht sind dann auch Sie dabei!

Alexander Schüller

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