Schüler/-innen gestalten eigene Unterrichtsreihe „Gegen das Vergessen“

Schülerinnen und Schüler zeigen „Gegen das Vergessen“ eine beachtliche Motivation und ein nachhaltiges Interesse am Lernen und Unterricht

Schülerinnen und Schüler „Gegen das Vergessen“ - Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf unter Leitung von Religionslehrerin Annika Franzke (c) Frank Hansen
Schülerinnen und Schüler „Gegen das Vergessen“ - Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf unter Leitung von Religionslehrerin Annika Franzke
Mo 2. Sep 2019
Anno Hamacher, Internetredaktion des KI

Drei junge ehemalige Schülerinnen und Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Alsdorf unter Leitung von Religionslehrerin Annika Franzke stellten stellvertretend für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler am Aachener Katechetischen Institut eine neue, selbst entwickelte Unterrichtsreihe vor.

Die drei engagierten Abiturienten Adelina Agic, Niklas Milewicz und Carmen Llera-Brandt

Schüler gegen das Vergessen 3a - Foto Frank Hansen (c) Frank Hansen
Schüler gegen das Vergessen 3a - Foto Frank Hansen

präsentierten Religionslehrerinnen und -lehrern aus Sicht der Schüler ein Unterrichtskonzept und somit eine neue Art des Lernens. Die in der Freizeit selbst gestaltete Unterrichtsreihe, die auf Grundlage des Buches „Spiel mir das Lied vom Leben“, geschrieben von Angela Krumpen, kreiert wurde, soll gegen das Vergessen arbeiten und an die Ereignisse des Antisemitismus und Holocaust im Dritten Reich erinnern.

Ziel und Intention der engagierten Schülergruppe ist es, dass dieses Thema nicht verdrängt wird, sondern publiziert werden soll und Schüler dieses zunächst schwierig erscheinende Thema erfassen können. Die Unterrichtsreihe soll den Schülern bewusst machen, dass diese Geschehnisse heutzutage wieder passieren können.

Schüler Gegen das Vergessen 1 - Foto Frank Hansen (c) Frank Hansen
Schüler Gegen das Vergessen 1 - Foto Frank Hansen

Dieses Anliegen der Gruppe wurde auf der Fortbildung für Religionslehrer/-innen sehr deutlich und stieß auf durchweg positive Anerkennung bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Zuhörer führten rege Diskussionen und tauschten sich zusammen mit der vorstellenden Gruppe über das umfangreiche Lehrmaterial aus.

Die Arbeitsgruppe und ihre Religionslehrerin bekamen für die mühevolle und aufwendig gestaltete Arbeit von den Teilnehmenden durchweg Lob und Anerkennung sowie positive Kritik. Hervorzuheben ist, dass die nun ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die dieses Jahr ihr Abitur an der Gustav-Heinemann-Gesamtschule ablegten, auch über ihre nun zurückliegende Schulzeit hinaus weiterhin als Botschafter ihres Konzeptes zur Verfügung stehen.

Die Gruppe hofft für die Zukunft, dass durch diese Arbeit die Geschichte von Jerzy und Judith sowie Aufklärung über das dunkle Kapitel deutscher Geschichte weitergetragen und so gegen das Vergessen gehandelt wird.

Gekürzter Artikel von Elina Breuer, Interviews und Fotos: Frank Hansen
(vollständig im pdf-Anhang)

Ansprechpartner im Katechetischen Institut:
Dozent Johannes Gather
Eupener Str. 132
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Telefon 0241/60004-15
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