Leah und der Stern von Betlehem

Sehenswert

(c) Herder
Datum:
Do. 4. Dez. 2025
Von:
Alexander Schüller

Margaret Bateson-Hill, Karin Littlewood: Leah und der Stern von Betlehem. Freiburg, Basel, Wien: Herder-Verlag 2022, 32 S., 15,00€; ISBN: 978-3-451-71654-6 [ab 3 Jahren].

Das Buch ist in der Religionspädagogischen Medienstelle unter der Signatur 264.642 Bate/Freihand einseh- und ausleihbar.

Wären Sie oder Ihre Kinder gerne einmal bei einem Ereignis dabei gewesen, von dem die Menschen in aller Welt sprechen? Oder bei einem Ereignis, das vielleicht hundert Jahre zurück liegt, aber historisch so wichtig und folgenreich ist, dass sich selbst Ihre eigenen Eltern und Großeltern noch daran erinnern?

Leah, das Mädchen, dem die Leser*innen in „Leah und der Stern von Betlehem“ begegnen, hatte dieses Glück. Sie war bei einem Ereignis dabei, das unvorstellbar lange zurückliegt, sogar mehr als zweitausend Jahre. Doch vergessen haben wir dieses Ereignis nicht, wir erinnern uns jedes Jahr von neuem und sehr ausgiebig daran: Es ist die Geburt Jesu. Sicher wissen Ihre Kinder schon, dass Jesus in einem Stall geboren wurde. Vielleicht haben Sie selbst ihnen die Geschichte aus der Bibel vorgelesen.
Oder vielleicht haben sie das Weihnachtsevangelium im Gottesdienst gehört. So aber, wie sie in diesem Buch erzählt wird, kennen sie die Geschichte gewiss nicht. Sie wird so erzählt, als wären die Leser*innen dabei – so wie Leah. Sie sehen, was sie sieht, den Stern, die Krippe, und sind dabei, wenn der erste Lebensschrei des Babys ertönt oder wenn die Hirten das Kind besuchen. Und sie erfahren, warum Jesus ein besonderes, ein weltgeschichtlich einmaliges Kind ist. Damit sie sich das Ereignis noch besser vorstellen können, finden sie in dem Buch viele schöne und bunte Bilder, liebevoll gestaltet von Karin Littlewood. Sie zeigen den Kindern zum Beispiel, wie Leah vorsichtig in den Stall hineinschaut oder wie die Hirten zur Zeit Jesu ausgesehen haben könnten. So wird ein Ereignis, das lange vergangen ist, vor den Augen Ihrer Kinder plötzlich lebendig. 

Dass ausgerechnet Leah bei der Geburt Jesu dabei ist, ist übrigens kein Zufall; es ist von höchster Bedeutung: „Gott sucht sich oft kleine Leute, um große Taten für ihn zu vollbringen.“ So steht es in dem Buch. Ein toller Satz – finde ich. Man musst also gar nicht erst erwachsen werden, um etwas zu tun, an das sich vielleicht bald einige Menschen erinnern werden, weil es ihnen gut getan hat. Sprechen Sie doch nach der gemeinsamen Lektüre des Buches mit Ihren Kindern darüber, was sie für andere tun können – an Weihnachten oder auch an einem anderen Tag. 

Alexander Schüller


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https://www.bistum-aachen.de/komm-mit-durchs-kirchenjahr/index.html