Dr. Alexander Schüller (c) Foto: Andreas Steindl

Dr. Alexander Schüller seit 100 Tagen als Leiter des Katechetischen Instituts im Amt

Dr. Alexander Schüller
Datum:
Mo 28. Sep 2020
Von:
Dr. Alexander Schüller

Als neuer Leiter des Katechetischen Instituts bin ich seit dem 01. Juni 2020 im Amt. Ich freue mich sehr über diese spannende, herausfordernde und zukunftsträchtige Aufgabe. Ich möchte das Ende der 100 Tage-Frist nutzen, um mich Ihnen kurz vorzustellen und zugleich einen Blick auf die Strukturveränderungen im Bischöflichen Generalvikariat zu werfen, die zu einer Neukonzeption der Leitung des Katechetischen Instituts geführt haben.

Geboren wurde ich 1978 in Aachen. Nach dem Besuch der Katholischen Grundschule in Kornelimünster war ich von 1989 an Schüler des Bischöflichen Pius-Gymnasiums, wo ich 1998 das Abitur bestanden habe. Nach meinem Zivildienst in einem Aachener Seniorenheim habe ich in an der RWTH Aachen University und der Universität zu Köln Neuere Deutsche Literatur, Geschichte und Katholische Theologie bzw. Deutsch, Geschichte und Katholische Religionslehre studiert. Meine Studien habe ich zunächst mit dem Magister Artium und dann mit dem Ersten Staatsexamen abgeschlossen. Nach mehrjährigen Forschungen u.a. in der Zentralbibliothek Zürich wurde ich bei Professor Dr. Hans Otto Horch (Lehr- und Forschungsgebiet deutsch-jüdische Literaturgeschichte an der RWTH Aachen University) mit einer interdisziplinären Dissertation über Namensmythologie im Werk Elias Canettis promoviert. Nach der Promotion wechselte ich von der Universität, an der ich bis heute noch gelegentlich einen Lehrauftrag wahrnehme, an das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Mönchengladbach und das Stiftische Humanistische Gymnasium, an dem ich meinen Vorbereitungsdienst absolvierte. Unterrichtet habe ich darüber hinaus am Kaiser-Karls-Gymnasium und am Bischöflichen Pius-Gymnasium, beide in Aachen. Von Februar 2018 an war ich in der Abteilung „Erziehung und Schule“ als Schulrat i.K. für den Religionsunterricht an Schulen der Sekundarstufe I sowie an Gesamt- und Förderschulen zuständig – zunächst parallel zu meiner Unterrichtstätigkeit. Im Sommer 2019 wechselte ich ganz in die Abteilung „Erziehung und Schule“, um die Stelle eines Referenten für die Sicherstellung des konfessionellen Religionsunterrichts zusätzlich zu meinen Aufgaben als Schulrat zu übernehmen.

Meine Tätigkeit als Leiter des Katechetischen Instituts verstehe ich als Dienst an Ihnen allen, die Sie sich – beruflich oder ehrenamtlich – um die Pflege, Stärkung und Entwicklung der religiösen Bildung im Bistum Aachen bemühen. Gegenwärtig stehen Sie vor großen Herausforderungen – nicht nur wegen der Corona-Pandemie. Die Digitalisierung von Lehr- und Lernprozessen, die in den letzten Monaten einen gewaltigen Schub bekommen hat, wird sämtliche Bereiche der religiösen Bildung von der Bücherei bis zur Fortbildung auf Jahrzehnte hinaus prägen und grundlegend verändern. Das Bistum Aachen hat auf diese Herausforderungen reagiert, indem es im Zuge einer Organisationsanalyse die Abteilung „Erziehung und Schule“ und das Katechetische Institut stärker als je zuvor miteinander verschränkt hat. Die Leitung des Katechetischen Instituts ist deshalb mit der Leitung des Fachbereichs „Religionspädagogik und Katholische Bekenntnisschulen“ in der Abteilung „Erziehung und Schule“ verbunden worden. Die inhaltliche und personelle Verschränkung zwischen Schulaufsicht und Fortbildung eröffnet die Möglichkeit, dass alle, die Religionslehrerinnen und Religionslehrer begleiten, kooperativ an den wichtigsten Zukunftsthemen arbeiten und ebenso ambitionierte wie umsetzbare Konzepte entwickeln. Sie bei den gegenwärtigen und künftigen Umwälzungen in Kirche und Gesellschaft zu unterstützen – fachdidaktisch, methodisch, spirituell –, ist eine Aufgabe, die Freude bereitet und jede Mühe lohnt. Stellvertretend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Katechetischen Instituts und des Fachbereichs „Religionspädagogik und Katholische Bekenntnisschulen“ nehme ich diese Aufgabe dankbar an. 

Ich möchte es an dieser Stelle nicht versäumen, Herrn Dompropst Rolf-Peter Cremer und Herrn Dr. Thomas Ervens dafür zu danken, dass Sie nach dem Ausscheiden von Benno Groten im Sommer 2019 in ihrer Funktion als kommissarische Leiter entscheidende Weichen gestellt haben, um die neue Organisationsstruktur zu planen und umzusetzen. Ein herzlicher Dank geht auch an Rainer Oberthür, der bis Dezember 2019 achtzehn Jahre lang die stellvertretende Leitung des Katechetischen Instituts wahrgenommen hat. 

Dr. Alexander Schüller

 

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